Mit kluger Vorbereitung lässt sich ein sättigender Salat auch Tage im Voraus vorbereiten. Er bleibt dabei frisch und knackig und spart Zeit. Die ersten zwei, drei Versuche fühlen sich vielleicht noch nicht nach Zeitersparnis an, aber ich verspreche, wenn sich etwas Routine eingeschlichen hat, geht es flott und funktioniert hervorragend.
Sinnvoll ist es, gleich mehrere Portionen vorzubereiten, bzw. auch für mehrere Personen. Salate mit Fisch, Fleisch oder Eiern halten sich etwa vier bis fünf Tage im Kühlschrank, ohne diese Komponenten locker eine Woche. Wenn Ihr, so wie ich, vakuumiert, hält es in jedem Fall locker eine gute Woche. Der Erfolg ist mir bislang nur in Glasbehältern gelungen. Ich verwende Weithals Mason-Jars. Mit einem Trichter, der für Weithalsgläser geeignet ist, gelingt das Einfüllen einfach und kleckerfrei.
Ebenfalls wichtig ist, dass das Dressing immer unten sein muss, es dürfen keine warmen Zutaten eingefüllt werden und Blattsalate sollten so trocken wie möglich sein, also schleudert Eure Salate und/oder tupft sie mit Zewa möglichst trocken. Überlegt, ob vielleicht Küchenhelfer zum Würfeln Sinn machen und plant Eure Salate so, dass alles, was gebraten oder gekocht werden muss, genügend Zeit zum Auskühlen hat. Wenn das alles vorbereitet ist, kann es losgehen:
Ganz unten kommt wie gesagt das Dressing ins Glas. Variiert mit Essigsorten und rotiert die Öle. Ein neutraler Essig verträgt sich gut mit Kürbiskernöl, Ihr könnt auch Zitronen- oder Limettensaft statt Essig nehmen. Wer es süßer mag, nutzt ein wenig Honig oder Agavendicksaft, ein Löffel Senf kann interessant sein oder bei Fisch auch mal Meerrettich. Olivenöl, Rapsöl, Avocadoöl und Leinöl machen sich gut im Salat. Nutzt für den Geschmack frische oder getrocknete Kräuter und natürlich ein wenig Salz und Pfeffer.
Über dem Dressing landet alles, was hart ist und sich mit dem Dressing nicht richtig vollsaugt, bzw. wo es nichts ausmacht. Das kann sein Karotte, Radieschen, Rettich, Fenchel, Kohlrabi, Sellerie, Rote Beete. Ich würfle das immer mit meinem Würfel- und Stifteschneider.
In der nächsten Schicht finden sich Hülsenfrüchte, Getreide, Nudeln, Reis wieder, alles, was stärkehaltig ist. Das können Bohnen sein, Erbsen, Kichererbsen, Hafer, Dinkel, Couscous, Quinoa, Bulgur, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich nutze etwa 30 g Rohware.
Über der Stärkeschicht fühlen sich jetzt die empfindlichen Kandidaten wohl: Tomaten, Brokkoli, Zucchini, aber auch Mango oder Beeren.
Darüber kommt eine Schicht Protein in Form von Fleisch, Fisch, Eiern, Käse aller Art oder auch Tofu.
Den Abschluss bildet der Blattsalat, der wirklich gut trocken sein muss. Füllt reichlich ein, je weniger Luft im Glas bleibt, umso länger ist da Kunstwerk haltbar. Ruccola, Feldsalat, Kopfsalat, alle Arten von Pflücksalat findet hier Platz.
Wer mag, toppt das Ganze noch mit ein paar Croutons und/oder Saaten für den Crunch und den Geschmack. Danach wird das Glas fest verschlossen und ich vakuumiere mir das und dann ab in den Kühlschrank damit und möglichst die Kühlkette bis zum Verzehr nicht unterbrechen.
Da ich meine Salate als Hauptmahlzeit verzehren möchte, sind meine Gläser 900 ml groß. Alles zwischen 750 ml und einem Liter eignet sich als Hauptmahlzeit. Möchte jemand nur einen kleinen Beilagensalat vorbereiten, empfehle ich dringend, auch entsprechend kleinere Gläser zu nutzen. Dass möglichst wenig Luft bleibt, ist eine Voraussetzung dafür, dass der Salat wirklich einige Tage hält und knackig bleibt.
Habt Ihr Fragen? Meldet Euch gerne bei mir und vor allem: Lasst es Euch schmecken!
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